Mit dem dritten Lauf der AvD-ACV GKS Pro-Serie wurde auf dem traditionsreichen Erftlandring in Kerpen die Halbzeit der Saison eingeläutet. Bei sommerlichen Bedingungen kämpften die Fahrerinnen und Fahrer in den verschiedenen Klassen um die Platzierungen. Am Ende eines ereignisreichen Renntages standen zahlreiche verdiente Sieger fest, während wichtige Meisterschaftspunkte vergeben wurden.
Nach den Auftaktrennen in Wackersdorf und Liedolsheim reisten Teams und Teilnehmer zur Saisonmitte nach Kerpen, wo bereits große Namen wie Michael Schumacher, Sebastian Vettel und Heinz-Harald Frentzen ihre motorsportliche Heimat hatten. Der 1.107 Meter lange Kurs ist bekannt für seine anspruchsvollen Kurvenpassagen, die immer wieder für tolle Überholmanöver und spannende Rennen sorgen. Das 1-Tages-Konzept der AvD-ACV GKS-Serien bietet den Teilnehmern bereits freitags und samstags viel Tracktime, um den eigenen Fahrstil und das Setup des Karts optimal auf den Renntag vorzubereiten, ohne dabei die Einsatzkosten unnötig in die Höhe zu treiben.
Mini-ROK: Premierendoppelsieg für Vincent-Oliver Rieso
Wie ausgeglichen die Mini-ROK-Klasse ist, zeigte sich erneut in Kerpen. Nach Siegen von Noah Kim und Leon Kamrad in Wackersdorf und Liedolsheim konnte mit Vincent-Oliver Rieso (FSR Performance) nun bereits der dritte Fahrer in dieser Saison Siege für sich verbuchen. Seine Premierenerfolge holte er sich mehr als eindrucksvoll mit Pole-Position sowie Siegen inklusive schnellster Rennrunde im Prefinale und Finale. Leon Kamrad (C4 Racing) bestätigte mit zwei zweiten Plätzen seine starke Form, während Malte Wirth (Hantscher Kart Performance) im Finale das Podium komplettierte.
Junior-ROK: Leonard Utsch lässt den Gegnern keine Chance
Erneut unterstrich Leonard Utsch (KSL Racing Team) seine Titelambitionen und holte sich nach der Pole-Position mit zwei Siegen die maximale Punktzahl für die Meisterschaft, die er nun deutlich anführt. Den Kampf um die weiteren Podestplätze machten Ben Elias Reimer (Gränz Driver Development) und Phil Lindemann (JMP Kartsport) unter sich aus. Reimer konnte sich in beiden Rennen den zweiten Platz knapp vor Lindemann sichern. Auf den weiteren Plätzen landeten Martin Nemeth (Hantscher Racing Team) auf Rang vier und Julian Reetz (JR Racing) auf Rang fünf.
Senior-ROK: Kampf um die Siege zwischen Pascal Knipp und Maxim Becker
Für besondere Spannung sorgte die Senior-ROK-Klasse. Maxim Becker (C4 Racing) sicherte sich die Pole-Position und lieferte sich über das gesamte Wochenende packende Duelle mit Pascal Knipp (C4 Racing). Während Knipp nach einer Zeitstrafe gegen Becker das Prefinale gewann, schlug Becker im Finale eindrucksvoll zurück und sicherte sich den Sieg im Hauptrennen. Finn Ruppel (Grethen Racing) komplettierte in beiden Rennen das Podium. Platz vier ging an Leonardo Bleeck (Grethen Racing) vor Yannick Niessen (CRG Deutschland), der damit die Top 5 komplettierte.
Expert-ROK: Maximilian Hartke beendet die Siegesserie von Dischner
In der Expert-ROK-Klasse entwickelte sich ein spannender Zweikampf zwischen Dauersieger Christian Dischner und Maximilian Hartke (Grethen Racing). Dischner dominierte zunächst Qualifying und Prefinale, ehe Hartke im Finale die Revanche gelang und er sich den Sieg in der Klassenwertung sicherte. Harald Heinisch (Dutt Motorsport) zeigte ebenfalls eine starke Leistung und stand zweimal auf dem Podium.
X30-Junior: Überragender Drexel holt sich Doppelsieg
Der Weg zur maximalen Punktzahl führte bei den X30-Junioren diesmal nur über Emanuel Drexel (Ebert Motorsport). Nach Platz drei im Qualifying und der Pole-Position von Ceyda-Linet Pirecioglu (KSL Racing) hatte man ihn zunächst nicht auf der Rechnung. Dies änderte sich jedoch im Rennmodus, denn Drexel ließ seinen Gegnern keine Chance. Mit großem Vorsprung siegte er in beiden Rennen vor Jolina Braun (KSL Racing) und Max Wuller (KSL Racing). Auf den Plätzen dahinter folgten im Finale Maksym Katasonov (Gränz Driver Development) und Pirecioglu, die nach ihrem Unfall im Prefinale mit einer entschlossenen Aufholjagd das Feld von hinten bis auf Platz fünf nach vorne fuhr.
X30-Senior: Hart erkämpfte Siege von Kozlovsky
Die X30-Senior-Klasse wurde von Denis Kozlovsky (Santamaria-Tecno Factory Team) geprägt, der sich in einem engen Zweikampf mit Finn Schnitzler (KSL Racing Team) die Siege knapp erkämpfen konnte. Den zweiten Platz im Finale musste Schnitzler jedoch nach einer Zehn-Sekunden-Korridorstrafe wieder abgeben. Dadurch wurde Kilian Kurz (Dutt Motorsport) auf Platz zwei gewertet. Arhami Ghandi (Team Hemkemeyer) sicherte sich mit Platz drei den letzten Podestplatz. Rang vier ging infolge der Strafe an Schnitzler vor Roman Krupiankou auf Platz fünf.
OKN-Senior: Johannes Mußotter und Jan Waibel teilen sich die Siege
Spannend ging es bei den OKN-Senioren zu, wo eine Vierergruppe um den Sieg kämpfte. Zunächst konnte sich Ramona Rumml (KCR Racing) die Pole-Position im Zeittraining sichern. In den Rennen setzte sich jedoch Johannes Mußotter (RPM Racing) durch und gewann das Prefinale vor Jan Waibel (Mach 1), Mia Deuschle (Wilk Motorsport) und Rumml. Im Finale ging es erneut heiß zur Sache. Waibel hieß schließlich der glückliche Sieger, diesmal knapp vor Rumml auf Platz zwei, Mußotter auf Platz drei und Deuschle auf Platz vier.

KZ2-Shifter: Hanssen dominiert das Feld
Mit 16 Startern gab es in der KZ2-Gruppe ein beachtliches Feld, das die Zuschauer mit tollen Zweikämpfen begeisterte. Herausragend war Gastfahrer Joey Hanssen (Hanssen Motorsport), der seine Gegner gnadenlos hinter sich ließ und nicht nur das Qualifying sowie beide Rennen für sich entscheiden konnte, sondern in beiden Rennen auch die schnellste Rennrunde fuhr. Dahinter holte sich Max Ohsenbrink (KSL Racing Team) Platz zwei vor Eric Wess auf Rang drei. Die Top 5 wurden von Maddox Wirtz (VDB Kart Racing) und Julian Bub komplettiert.
KZ2-Masters Shifter: Marvin Schmidtke gewinnt beide Rennen
Marvin Schmidtke war diesmal als Alleinstarter unterwegs und gewann souverän beide Rennen. Dennoch konnte er sich auch im Gesamtfeld behaupten und einige Fahrer der leichteren KZ2-Klasse hinter sich lassen, obwohl er aufgrund seiner Klasseneinteilung mit einem höheren Gesamtgewicht antreten muss. Das brachte ihm immerhin Rang 13 im Gesamtklassement sowie Platz 11 im Finale ein.
Die GKS Pro in Kerpen bot einmal mehr hochklassigen Kartsport mit spannenden Positionskämpfen, engen Entscheidungen und starken Leistungen in allen Klassen. Besonders das X30-Junior-Finale sowie die packenden Rennen der ROK- und KZ2-Kategorien sorgten für beste Unterhaltung auf dem Erftlandring. Mit mehreren dominanten Siegen, aber auch einigen engen Zieleinläufen konnten die Zuschauer einen abwechslungsreichen Renntag erleben.
Serienorganisator und Fahrercoach Jean-Louis Capliuk: „Mit Kerpen haben wir die Halbzeit erreicht, und man merkt langsam, dass sich der Titelkampf in allen Klassen zuspitzt, jetzt da der Endspurt eingeläutet wird. 71 Anmeldungen sorgten wieder für gut gefüllte Starterfelder. Nun freuen wir uns zunächst auf die Sommerpause, in der alle Beteiligten durchschnaufen sowie neue Energie und Motivation für die Finalrennen tanken können.
Besonders interessant für alle Teams und Teilnehmer: Bereits eine Woche zuvor, am 16. August 2026, findet dort das Finale unserer GKS Light-Serie statt. Damit bietet sich für Fahrer und Teams die ideale Gelegenheit, unter Rennbedingungen wertvolle Streckenzeit zu sammeln und sich optimal auf den darauffolgenden Pro-Lauf vorzubereiten. Die Voraussetzungen für ein spannendes Rennwochenende in Wittgenborn könnten also kaum besser sein.“

